Wurde es eigentlich jemals nachgewiesen, dass man das ein oder andere nur für einen Menschen empfinden kann? Ich habe zwar eine strikte Abneigung gegen das inflationär gebrauchte und von emotional unsicheren Menschen rhetorisch misshandelte "Ich liebe dich" - doch ist es wirklich möglich, emotional polygam zu leben? Und dies womöglich geschlechterübergreifend?
Da ich sonst nur darauf herumzutreten pflege lässt sich ein Statement zum Thema weltenzerstörendes, charaktärezermalmendes und glückfressendes L Wort nicht länger herauszögern. Logischerweise hat dies den Antrieb wiederaufgenommener und intensiviertes Selbstanalyse, einfach auf dem Fakt beruhend, dass ich derzeit gleich zwei Menschen die drei pechbringenden Worte sagen kann ohne das oben genannte Wortvergewaltigungsspektakel zu vollführen. Das erste gilt der Liebe meines Lebens - nennt es klischeehaft, es ist meine beste Freundin, denn wie heißt es so schön "Bros before Hos". Das zu erklären gestaltet sich schwieriger als man meinen dürfte denn es ist kein HändchenhaltendüberdieWiesespringenundBlumenkränzeflechten-Verhältnis. Da wäre zum einen die räumliche Distanz, die diese Freundschaft über jede meiner bisherigen zwischenmenschlichen Beziehungen stellt, denn Fakt ist, dass wir, ob Entfernung oder nicht, den Bezug zueinander nie verloren haben, auch wenn mal 3 Monate Funkstille war, da sich eine von uns gerade im Glück/Bett/eingebildet emotional bedingtem Rausch herumtreibt. Das ist die eine Liebe, die die alles überwindet, sie ist sozusagen mein Ritter auf dem Gaul - nur dass sie lieber auf hübschen Stuten zu reiten pflegt.
Die andere Liebe, was soll ich sagen. Ich kenne sie kaum und habe noch nicht mal einen ganzen Tag mit ihr verbracht. Es ist jene typische Verknalltheit, man findet alles was sie sagt, was sie tut usw. usf. einfach nur perfekt und unantastbar. Sie ist die Freundin einer Freundin und mich hat es absolut erwischt.
So dass sind sie, die zwei Menschen die sich die bösen Wörter zuschreiben dürfen ohne jeden Hintergedanken an Zweifel oder vermeintlich respektloses Lechzen meinerseits. Und jetzt kommt der eigentliche Hammer: Ich bin ein absoluter Männerfan. Nicht unbedingt menschlich, aber anatomisch. Wie kann das sein - verliebt in Frauen und am Wochenende schwärmt man dann doch für die ein oder andere (eindeutig!) männliche Errungenschaft....? Ich hasse die Unterteilung, dass Frauen emotionale Wesen sind und Männer ausschließlich dem reproduktiven Zweck dienen sollen und, biologisch, auch nur Gefallen am Üben für den "Ernstfall" haben. Doch irgendwie scheint es sich ja in diesem meinem Fall zu bewahrheiten. Erschreckend. Wie erklären sich dann die gescheiterten Versuche ernsthafter Beziehungen mit Männern? Ok ich gebs zu, ab und an hab ich dieses scheußliche Gefühl auch bezüglich der ein oder anderen nichtweiblichen Kreatur. Doch ich blicke langsam nicht mehr durch. Das wünscht sich doch die Männerwelt - Frauen die Körperlichkeiten und Emotionen trennen. Aber ich hab das Gefühl, ich mache es mir etwas zu leicht indem ich das auf die (gesellschaftlich aufgedrückten) Geschlechterrollen verteile.
Was soll ich sagen?!
AntwortenLöschenDanke!
....dein takt in meinem herzen.....
AntwortenLöschenDa spielen tausend Fragen in einem Universum "Hasch mich" und dann ein so apruptes Ende? "Immer wieder" ... das Verlangen nach mehr! und ich meine mehr TEXT! Daumen hoch mein junger Padawan, die Macht ist mit dir!
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