Samstag, 6. November 2010

Gedicht

Du darfst

Dein rascher schritt
Schallt
In den Hallen meiner Scham.
Du bist außer Hörweite
Und die schreie
Legen ihre Hände um meinen Hals.
Meine blicke töten weder Mut noch Mann
Und doch tötet dich unser Wir.
Und ich hab dir Schmerz angetan.
Und ich wandle um deinen Kopf,
Und blicke hinein,
Und höre die klagen,
und kann doch nichts tun.
Ist denn nun Dulden des Schmerzes
Schlimmer als
Auslösen
Und ausweiden einer Gestalt mit unsterblichen Gedärmen?
Kann ich dich überhaupt noch zerreißen?
Hast du dich nicht schon selbst begraben
Und mir die Erde zum Gruße geschickt?
Kann Schmerz dir noch treu sein
Wenn du dich selbst betrügst?
Lohnt sich Egoismus
Wenn man sich selbst belügt?


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen