Das Leben besteht nur aus Codes. Täglich versuchen wir, die Codes verschiedener Menschen zu entschlüsseln und stellen dabei immer wieder fest, dass es bei manchen Menschen leichter und bei anderen schwerer ist – einfach aus dem Grund, dass sich das zu entschlüsselnden Material oftmals quantitativ unterscheidet.
Die Lücken in diesen Strängen verschiedenster Charaktereigenschaften sind eben bei manchen Menschen gröber. Das bedeutet im Grunde dass die Menschen sich in grob- und feinmaschig unterscheiden lassen, in durchsichtig und undurchsichtig. Manchmal hat man das Problem, dass die Durchsichtigkeit des Gegenübers schnell langweilt und man am Versuch scheitert, kleinere Windungen und feineres Gewebe zu finden.
Meiner Meinung nach ist dies ein geringeres Problem, denn Probleme oder Sympathiefänger an Menschen zu finden, die man sofort durchschaut, ist nicht schwer – man weiß, wo man suchen muss. Die undurchsichtigen Menschen – sie sind aus dem Stoff gemacht, an dem man sich sprichwörtlich die Zähne ausbeißt. Hier muss man sich gegenüber kein Interesse heucheln, nein, im Gegenteil. Man steht in einem Labyrinth aus Vermutungen, nichtwissend ob hinter der nächsten Ecke nur ein enttäuschend großes Ego steht oder ob man tatsächlich wieder an einer Weggabelung steht die in hunderte Richtungen führen, tausende Fragen zulässt und keine Vermutung ausschließen lässt. So bildet sich ein perpetuum mobile aus Theorien und Unsicherheit. Was tun? Woher wissen wir nun, ob sich der Weg lohnt, oder ob wir da vergebens etwas suchen, was gar nicht da ist?
Manche Menschen wirken furchtbar feinmaschig, vielseitig und sind am Ende doch nicht mehr als Menschen. Hierbei kann ich die Frage nicht von mir schieben, zu welcher Art Mensch ich mich zählen lasse……und wer in mir mehr sieht und wer weniger, wer zu viel und wer zu wenig.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen